Die PKV bietet vertraglich zugesicherte Leistungen, die kein Gesetzgeber nachträglich kürzen kann. Sie bindet dich aber auch. Hier steht, wer überhaupt wählen darf, worauf es im Tarif ankommt und welche Nachteile du vorher kennen solltest.
Die PKV steht nur drei Gruppen offen. Wer nicht dazugehört, bleibt gesetzlich versichert und kann die Versorgung über Zusatzversicherungen aufstocken.
Wer mit seinem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt über der Versicherungspflichtgrenze liegt, darf wechseln. Die Grenze wird jedes Jahr neu festgelegt.
Unabhängig vom Einkommen frei wählbar. In dieser Gruppe ist die PKV am häufigsten die wirtschaftlich sinnvollere Lösung.
Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen Teil der Kosten. Privat abgesichert wird nur der verbleibende Rest.
| Worum es geht | Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Beitrag richtet sich nach | Deinem Einkommen | Eintrittsalter, Gesundheit und gewähltem Tarif |
| Familie | Kinder und Partner ohne Einkommen beitragsfrei mitversichert | Jede Person zahlt einen eigenen Beitrag |
| Leistungen | Gesetzlicher Katalog, politisch veränderbar | Vertraglich zugesichert, lebenslang |
| Aufnahme | Ohne Gesundheitsprüfung | Gesundheitsprüfung, Zuschläge oder Ablehnung möglich |
| Rückkehr | — | Nur unter engen Voraussetzungen, ab 55 praktisch ausgeschlossen |
Der Beitrag beim Abschluss sagt wenig darüber aus, wie gut ein Tarif in zwanzig Jahren dasteht. Entscheidend ist, was in den Bedingungen steht.
Was im Tarif steht, gilt lebenslang. Prüfe deshalb genau, was drinsteht: Heilpraktiker, Psychotherapie, Hilfsmittel, Zahnersatz. Was fehlt, kommt später nicht dazu.
Ein günstiger Einstiegsbeitrag kann teuer enden. Frag nach, wie sich der Tarif in der Vergangenheit entwickelt hat und wie hoch die Alterungsrückstellungen sind.
Ein Baustein, der den Beitrag ab einem festgelegten Alter dauerhaft senkt. Je früher vereinbart, desto wirksamer.
Ein hoher Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar. Er muss aber auch in einem Jahr tragbar sein, in dem mehrere Behandlungen zusammenkommen.
Für Selbstständige der wichtigste Baustein überhaupt. Ohne Lohnfortzahlung entscheidet er darüber, wie lange du einen Ausfall durchhältst.
Sie bestimmen, ob du aufgenommen wirst und zu welchem Beitrag. Eine anonyme Vorabanfrage klärt das, bevor irgendwo ein Antrag aktenkundig wird.
Diese Punkte gehören in jedes Beratungsgespräch. Wer sie nicht nennt, verkauft, statt zu beraten.
Jedes Kind, jeder Partner ohne eigenes Einkommen kostet einen eigenen Beitrag. Bei kinderreichen Familien kippt die Rechnung häufig.
Eine Rückkehr in die gesetzliche Versicherung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Ab 55 Jahren ist sie praktisch ausgeschlossen.
Anders als in der gesetzlichen Versicherung sinkt der Beitrag nicht automatisch mit dem Einkommen. Dafür muss vorgesorgt werden.
Was bei der Aufnahme als Zuschlag oder Ausschluss vereinbart wurde, bleibt. Deshalb ist der frühe, gesunde Zeitpunkt der beste.
Der größte Teil meiner Kunden bleibt gesetzlich versichert. Die Versorgung lässt sich trotzdem gezielt aufstocken, genau dort, wo die Kasse wenig übernimmt.
Die größte und teuerste Lücke. Bei Kronen, Inlays und Implantaten übernimmt die Kasse nur einen Grundanteil, der Rest geht schnell in den vierstelligen Bereich.
Ein- oder Zweibettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt. Relevant vor allem bei planbaren Eingriffen.
Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung. Das gesetzliche Krankengeld liegt deutlich unter dem bisherigen Netto.
Das hängt an Einkommen, Familienplanung, Gesundheit und Beruf. Ich rechne dir beide Wege durch und sage dir ehrlich, wenn die gesetzliche Versicherung für dich die bessere Wahl ist. Das kommt häufiger vor, als man denkt.
Kostenlose Einschätzung anfordernDiese Seite erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt keine persönliche Beratung. Zugangsvoraussetzungen und Grenzwerte ändern sich jährlich.